Das humanitäre Genf

Genf ist für seine internationale Bedeutung bekannt. Die Stadt bietet zahlreiche Möglichkeiten, diese Rolle anhand ihrer Museen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken und zu verstehen.
Hier finden Sie eine Liste mit Orten, die wir Ihnen empfehlen, wenn Sie mehr über das internationale Genf erfahren möchten.

Museum des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds

Rotes Kreuz Genf

Dieses Museum zeichnet die Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) von seinen Anfängen bis zu seinen jüngsten Aktivitäten nach und beleuchtet die historischen Hintergründe, die Mittel und den Kontext, in denen diese Organisation entscheidenden Einfluss auf humanitäre Herausforderungen auf globaler Ebene nehmen konnte. Es stellt zudem die Genfer Konventionen vor, die im Rahmen bewaffneter Konflikte bis heute in Kraft sind.

Das Museum bietet außerdem eine Wechselausstellung an, die sich verschiedenen Themen widmet und alle sechs Monate erneuert wird.

Der Rundgang ist ideal für Familien und so konzipiert, dass er leicht zugänglich und interaktiv ist, sodass er sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geeignet ist.

Der Palais des Nations

Der im Ariana-Park gelegene Palais des Nations ist der europäische Sitz der Vereinten Nationen und eines der größten diplomatischen Konferenzzentren der Welt. Der Bau begann Ende der 1920er Jahre, und 1936 übernahm er als Nachfolger des Palais Wilson den Sitz des Völkerbundes (dem Vorläufer der UNO).

Das Innere des Gebäudes kann besichtigt werden: Es werden Führungen für die Öffentlichkeit angeboten (nach vorheriger Anmeldung), bei denen man unter anderem die Konferenzräume entdecken kann, in denen auch heute noch zahlreiche internationale Tagungen stattfinden.

Der Ariana-Park

Dieser 10 Hektar große Park, der den Palais des Nations umgibt, ist schon für sich allein einen Abstecher wert: Er ist eine der schönsten Grünanlagen Genfs mit Blick auf den See und die Alpen, gesäumt von Skulpturen und der Villa Ariana. Der Park ist frei und kostenlos zugänglich und der ideale Ort, um den Besuch im Quartier des Nations mit einer ruhigen Pause ausklingen zu lassen.

Der zerbrochene Stuhl (Broken Chair)

Diese imposante, 12 Meter hohe Holzskulptur steht auf der Place des Nations, direkt vor dem Eingang zum Palais des Nations, und stellt einen riesigen Stuhl dar, dem ein Bein fehlt. Das Werk des Künstlers Daniel Berset, das von Handicap International aufgestellt wurde, symbolisiert den Kampf gegen Antipersonenminen und Streumunition.

Es ist frei zugänglich, kostenlos und rund um die Uhr geöffnet – eines der meistfotografierten Denkmäler in Genf und ein absolutes Muss vor oder nach dem Besuch des Palais des Nations.

Der Wilson-Palast

Der Palais Wilson, der am Seeufer im Stadtteil Pâquis (Quai Wilson) liegt, war von 1920 bis 1936 der allererste Sitz des Völkerbundes – dem Vorläufer der UNO –, bevor dieser in den Palais des Nations umzog. Das Gebäude, ein ehemaliges Luxushotel aus den 1870er Jahren, wurde 1924 zu Ehren des US-Präsidenten Woodrow Wilson, einem der wichtigsten Wegbereiter des Völkerbunds, umbenannt.

Leider ist es nicht möglich, das Innere des Gebäudes zu besichtigen, da es heute die aktiven Büros des Hohen Kommissariats der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) beherbergt.

Das CERN

Die Europäische Organisation für Kernforschung (CERN) gehört zwar nicht zum humanitären Bereich, macht Genf jedoch zum Zentrum der modernen Physik: Es ist das weltweit größte Labor für Teilchenphysik.

Eine kleine Anekdote: Es war nicht das Internet, sondern das World Wide Web (das „Web“), das 1989 am CERN von Tim Berners-Lee erfunden wurde, um den Informationsaustausch zwischen Forschern zu erleichtern.

Die Anlage ist für Besucher geöffnet und bietet Ausstellungen zu ihren Aktivitäten sowie zu den großen Themen der modernen Physik.

Reisetipps

Genf und die Uhrmacherkunst

Genf ist untrennbar mit der Geschichte der Uhrmacherkunst verbunden. Seit dem 16. Jahrhundert hat die Stadt die Zeitmessung zu einer wahren Kunstform erhoben und sich so zu einer der Welthauptstädte der Haute Horlogerie entwickelt. Museen, Denkmäler und legendäre Geschäfte laden heute dazu ein, in diese einzigartige Tradition einzutauchen.

Hier ist eine

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